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Die private Immobilienakte

Die Zeit zwi­schen Weih­nach­ten und Neu­jahr sowie lan­ge Win­ter­aben­de bie­ten sich an, sei­ne Ange­le­gen­hei­ten für die eige­nen Immo­bi­li­en zu ord­nen. Hier­zu emp­feh­len wir von JR nach­fol­gen­de Glie­de­rung einer elek­tro­ni­schen (oder phy­si­schen) Akte, die Ihnen, Ihrer Fami­lie und Ihren Bera­tern hilft, den Über­blick nicht zu ver­lie­ren:

  1. Besor­gen Sie sich voll­stän­di­ge Grund­buch­aus­zü­ge. Ent­we­der fra­gen Sie einen Notar, das geht am schnells­ten, oder Sie stel­len selbst einen Antrag an das zustän­di­ge Grund­buch­amt. Sobald es Ver­än­de­run­gen in den Ein­tra­gun­gen geben soll­te, fügen Sie den aktu­el­len Grund­buch­aus­zug zur Akte.

  2. Legen Sie alle nota­ri­el­len Kauf­ver­trä­ge im Ori­gi­nal in der Akte ab, und zwar voll­stän­dig mit allen Anla­gen. Sind gro­ße Plä­ne oder Zeich­nun­gen ange­hängt, auch die­se bit­te anfü­gen, im Zwei­fel in klei­ne­rem For­mat.

  3. Auch alle Finan­zie­rungs­ver­trä­ge mit den Ban­ken ein­schließ­lich sämt­li­cher Anla­gen und den All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen der Ban­ken gehö­ren in die Akte. Dazu soll­ten Sie Beleh­rungs­schrei­ben etc. und sämt­li­che Kor­re­spon­denz mit der oder den Ban­ken in his­to­ri­scher Rei­hen­fol­ge bei­fü­gen. Eben­so soll­ten Sie an die­ser Stel­le die jähr­lich Ihnen mit­ge­teil­ten Dar­le­hens­stän­de ein­schließ­lich der Zins­zah­lun­gen doku­men­tie­ren.

  4. Sind Sie Ver­mie­ter gehö­ren hin­ter die nächs­te Lasche alle Miet­ver­trä­ge mit Anla­gen, sowie Über­nah­me­pro­to­kol­le, Kor­re­spon­denz mit den Mie­tern, Kün­di­gung- und Abmahn­schrei­ben sowie sämt­li­che Neben­kos­ten­ab­rech­nun­gen nach Jah­ren geord­net.

  5. Sind Sie Mit­glied einer Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft (WEG) soll­ten Sie ver­füg­bar haben die (nota­ri­el­le) Tei­lungs­er­klä­rung, die Kopie der Bestel­lung des WEG-Ver­wal­ters, die Kor­re­spon­denz mit dem WEG-Ver­wal­ter sowie alle Pro­to­kol­le der WEG-Ver­samm­lun­gen seit Ihrem Ein­tritt in die WEG.

Die­se Lis­te ist nicht voll­stän­dig und im Ein­zel­fall zu ergän­zen. Sie hilft aber erfah­rungs­ge­mäß, ver­zwei­fel­tes Suchen und ärger­li­che Doku­men­ten­nach­for­schung zu ver­mei­den.

Autor: RA Dr. Die­ter Jas­per
Düs­sel­dorf, den 20.12.2019

Veröffentlicht in Allgemeines Baurecht Mietrecht