Bezahlbarer Wohnraum durch private Baulandentwicklung

13. Juni 2019 0 Von Dieter Jasper

Landflucht vs. Flächenknappheit

Während die Menschen ländliche Regionen verlassen, zeichnet sich in großen Städten eine erschreckende Verknappung von Bauland und von Wohnflächen ab. Die Umnutzung leerstehender Gewerbeflächen in Wohnimmobilien ist oft aus tatsächlichen und/oder rechtlichen Gründen nicht möglich. Daher sind sowohl die betreffende Kommune als auch die Eigentümer an möglichst zeit- und kostensparenden Lösungen für die Entwicklung neuer Flächen interessiert.

Erfolgreiche Methoden zur Baulandentwicklung

Die Erfahrungen in den letzten Jahren haben gezeigt, dass das Ziel der kosten- und zeitsparenden Maßnahmen am besten durch konsensuale Modelle erreicht wird. Dabei arbeiten Kommunen und Eigentümer eng zusammen. Diese Zusammenarbeit soll von allgemeiner Transparenz auf allen Seiten geprägt sein. Jegliche Missverständnisse oder Misstrauen gilt es zu vermeiden.

Zeit und Kosten sparende Verfahren

Erfahrene Berater sind in der Lage, Baulandentwicklungen im Rahmen schlanker und effektiver Verfahren mit allen Beteiligten gemeinsam zu initiieren, durchzuführen und zu einer Lösung zu bringen. Dabei geht es beispielsweise darum, noch nicht entwickelte innerstädtische Flächen so zusammenzufassen, dass eine sinnvolle und allseits gewünschte städtebauliche Entwicklung möglich wird. Ziel wird es sein, Baurecht zu schaffen, das Eigentümer optimal nutzen können. Die private Baulandentwicklung ist eine echte Alternative zur zwangsweisen Umlegung.

Lösung: Private Baulandentwicklung

Bei der privaten Baulandentwicklung schließen sich Eigentümer von zusammenhängenden Flurstücken zusammen. Sie ordnen ihre Grundstücke neu und führen sie einer (öffentlich-rechtlichen) Planung zu. Die Kommune gewährt Baurecht. Solche Verfahren bieten nicht nur eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit, sondern führen in der Regel auch zu vertretbaren Kosten und schnellen Ergebnissen.

Nur erfahrene Berater werden in der Lage sein, diese unterschiedlichen Handlungsstränge und Interessen zusammenzuführen. So kann das Projekt für alle Beteiligten zu einem städtebaulichen und auch wirtschaftlichen Erfolg werden.

Leider wird die private Baulandentwicklung nicht beachtet, wenn es um Maßnahmen und Mittel geht, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Zwar befürworten fast alle Städte und Gemeinden die Entwicklung und den Bau neuen Wohnraums. Doch stößt dieser Wunsche immer wieder an Kapazitätsgrenzen in den Kommunen, und oft dauern Baurechtschaffungsverfahren nach wie vor zu lange.

Düsseldorf, den 13.06.2019

RA Axel Kötteritzsch

RA Dr. Dieter Jasper